Freitag, 7. Februar 2025

Der Kruger Nationalpark und die Rückreise - Strom wird überbewertet

 In den letzten 4 Tagen waren wir im Kruger Nationalpark, dem wohl bekanntesten Park für Safaris auf der Erde mit einer Fläche von 2 Millionen Hektar. Nur mal so nebenbei - Thüringen hat eine Fläche von knapp 160.000 Hektar. Wie im letzten Eintrag beschrieben, sind wir nach Mpumalanga geflogen. Das ist ein unaussprechlicher Ort knapp außerhalb des Parks mit einem total knuff`schen Flughafen:


Nach der Landung liefen wir zu Fuß bei 40 Grad 300 Meter bis zum kultigen Flughafengebäude

In Mpumalanga (JEDES VERDAMMTE MAL UNTERSTREICHT MIR HIER WORD DIESEN ORTSNAMEN WEIL KEIN VERDAMMTER OCHSE JE NACH MPUMALANGA FLIEGT UND DAS WORT MICROSOFT UNBEKANNT IST !!! - sorry das musste jetzt raus) 

also.... am Zielort gab es genau 2 Autovermietungen. Der komplette Flieger war bumsvoll mit Safari-Touristen, die natürlich alle einen Mietwagen in MPU.....ach halt, da dort im Zielflughafen abholen wollten.

Dementsprechend vermutete ich, da ich mich noch an die Bearbeitungszeit bei SIXT in Kapstadt erinnerte, eine Mörderschlange. Nach dem Flug noch 3 Stunden auf das Auto warten wollten wir Tilda bei den Temperaturen nicht antun. Hier zahlt es sich aus mit Susan eine mega fitte und selbständige Ehefrau zu haben. Als alle anderen Touristenpärchen auf das Gepäck warteten stürmte ich bereits raus aus dem Gepäckraum und hin zu Avis, wo wir unseren Wagen abholen wollten. Es war "nur" eine kleine Schlange von 3-4 Leuten vor mir. Exakt vor mir, da nur mit Handgepäck gereist war Jason aus San Jose in Kalifornien. 

Jason kannte ich bereits aus dem Flugzeug, da er typisch für Amerikaner, eine Reihe vor mit sitzend seinem Sitznachbarn lauthals seine komplette Lebensgeschichte ungefragt erzählt hatte. Besonders stolz war er darauf, dass er 4 Fremdsprachen sprechen konnte (konnte er nicht), und bereits 9 Länder bereist hat (Mathilda hat mit 3 Jahren bereits mehr, du Trumpwählender Minimalist). Dennoch war mir Jason aufgrund seiner offenen Art irgendwie sympathisch, er kannte sich im US Sport gut aus, wir kamen ins Gespräch.

Irgendwann war dann auch Jason nach 30 Minuten Wartezeit dran. Susan hatte mittlerweile Gepäck und Mathilda auf einem Gepäckwagen bis zum Avis Schalter gewuchtet. Jason bekam, genau wie wir in Kapstadt, einen Toyota Cross als Mietwagen. Ich musste schmunzeln.

Bild in der Schlange bei Avis, im weißen T-Shirt ist Jason

Schließlich waren wir endlich dran. Hinter mir war die Schlange mittlerweile 30 Meter lang, oder in südafrikanischer ´Maßeinheit: 3 Stunden. Wir hatten in MPU...ach ihr wisst schon - eine bessere Autokategorie gebucht mit Allradantrieb. Der Kruger Nationalpark ist gerade auf den Nebenstraßen sehr uneben und teils schwerer zu befahren. Zudem mussten wir wirklich viel Gepäck transportieren.  Ich fühlte mich sicherer mit dem Gefühl, dass alle 4 Bemmen Dunst nach vorne geben können (ich komme vom Dorf, man spricht hier so) Ich übergab meinen Führerschein an den netten Sachbearbeiter "Mthabisi". "Mthabisi aus Mpamalunga" (jetzt rastet mein Word grad richtig aus, ich habe noch nie so eine lange rot-unterstrichene Linie gesehen)

Mthabisi begann zu tippen, doch nach 30 Sekunden bekam er einen Anruf auf sein Funkgerät, entschuldigte sich und rannte nach draußen. Er musste irgendetwas auf dem Parkplatz von Avis regeln. Ich war tiefenentspannt mittlerweile komplett im afrikanischen Rhythmus angekommen - ich nehme sowas einfach nicht mehr ernst. Nach 5 Minuten kam er wieder, entschuldigte sich tausend mal und tippe weiter.

Er wurde plötzlich kreidebleich da er scheinbar erkannt hatte, dass ich ein Avis "President" bin. Jetzt klingt das viel spektakulärer als es ist. Es heißt einfach nur, dass ich dort oft Autos anmiete. Es bedeutet auch, dass ich bevorzugt behandelt werde und ein Upgrade auf ein besseres Auto bekomme. "Mthabisi aus Mpamalunga" (hab es mittlerweile per Copy-Paste als Tastenkombination verfügbar) entschuldigte sich nochmals für die Verzögerung. Ich sagte, dass sei alles ok für mich, aber meine Tochter ist ja so furchtbar ungeduldig und zeigte auf "Nala" im Hintergrund. Wir würden uns aber über ein geräumiges Auto für die Fahrt freuen.

"Mthabisi aus Mpamalunga" kramte einen Schlüssel aus dem großen Kasten hervor und wir waren plötzlich stolzer Besitzer eines Toyota Fortuner. Ein Japanisches Monster mit 2,4 Litern Hubraum, Allradantrieb und so viel Platz wie in der durchschnittlichen 3-Raumwohnung in Sömmerda. Zudem war das Vehikel so hoch, dass man eine eigene Einstiegsleiste und einen Haltegriff zum betreten der großen Reisschüssel brauchte.

Mathilda war happy, da das Auto per Bluetoothverbindung Bibi Blocksberg abspielen konnte. Susan war auch happy, sie mag große Autos. Ich hatte in bisschen Respekt diesen Panzer im Linksverkehr zu fahren, würde mich aber schon dran gewöhnen. Wir wuchteten unser Gepäck in den Toyota, Mathilda nahm vorne neben mir auf dem Kindersitz platz und wir wollten losfahren als ich 2 Autos neben mir, auf dem Parkplatz von Avis Jason wild gestikulierend in seinem Toyota Cross sah.

Ich ging rüber zu Ihm. "Peter, ob du es glaubst oder nicht, ich bin zu dumm die Handbremse von der Karre zu lösen." Ich lachte, erzählte kurz meine Geschichte aus Kapstadt, half ihm und wir fuhren gut gelaunt zu unserer ersten Lodge.


Unser neuer Toyota-Panzer


Eine ganzes Naturreservat für uns - die ersten 2 Tage im Nationalpark


Unsere Fahrt führte uns zunächst rund 1,5 Stunden in ein privates Naturreservat mit einer schönen Lodge außerhalb des Parks. Warum außerhalb des Parks ? Wir hatten von diversen Freunden den Ratschlag bekommen, gerne beides - Unterkünfte innerhalb und außerhalb des Parks zu versuchen. So fiel unsere Wahl auf die Unyati Safari Lodge.

Was war denn grundsätzlich unsere Erwartungshaltung an den Nationalpark ? Sie waren ehrlich gesagt recht niedrig und realistisch. Es ist im Moment Sommer in Südafrika, das heißt viel Niederschlag, viel grün. Viel grün bedeutet sehr viel Flora, viele hohe Pflanzen sprießen. Ergo kann man nicht so weit gucken um Tiere zu erspähen. Natürlich ist die Flora schön, aber wenn ich mich entscheiden müsste zwischen einem schönen grünen afrikanischen Busch und einem Leoparden dann würde Leo ganz locker gewinnen. Wir hatten also insgeheim gehofft, schon ein paar Tiere oder gar Jungtiere (es ist gerade dafür die richtige Zeit im Moment) zu sehen. Wir wussten aber, dass es schwer werden würde, so seltene Tiere wie Flusspferde oder Löwen zu sehen. Mathilda hatte vor allen Dingen Lust darauf Hyänen zu sehen. Susan präferierte Flusspferde und ich Löwen. Keiner von uns hatte jemals eine Safari gemacht, wir hatten keine Ahnung wie schwierig es werden würde überhaupt mal ein Tier zu sehen. Im schlimmsten Fall fahren wir halt sinnlos durch die Savanne und hören die neusten Geschichte von Familie Blocksberg. HEX HEX

Wir fuhren in das private Naturreservat, welches 400 Hektar groß ist ein und ungelogen 200 Meter später stand eine Giraffenmutter mit ihren vermutlichen Zwillingen am Wegesrand und schlabberten uns mit ihrer blauen Zunge entgegen. Hier entstand auch folgendes Video




Wir kamen wenig später an der Lodge, welche aus sehr schönen Zelten und wenigen Chalets bestand, an. Wir checkten am späten Nachmittag ein und packten erst mal aus. Wir hatten uns für ein Chalet entschieden, weil sie geräumiger waren und wir uns weniger Moskitos ausgesetzt zu sein hofften. Wie wir erfuhren, waren wir mit einem weiteren Pärchen die einzigen Gäste des gesamten Reservats und am Folgetag sogar die einzigen Gäste überhaupt. Irgendwie fühlte es sich unangenehm an, umgeben von - wie immer in Südafrika - sehr viel Personal wie auf dem Präsentierteller zu Frühstücken und zu Abend zu essen. Aber es war eben auch dadurch, ein sehr persönliches und exklusives Erlebnis.


Ein Teil des Areals von oben


Unser Chalet


Die Luxuszelte



Am Folgetag tuckelten wir mit unserem japanischen Großraumbus nach dem Frühstück Richtung "Crocodile Bridge" und fuhren gegen 10 Uhr in den Kruger Nationalpark ein.

Die schmale Brücke muss man erst mal mit dem japanischen Panzer überqueren

Ich hatte grob eine Route für den ersten Tag geplant - über teilweise geteerte Straßen aber auch komplette Offroad-Feldwege.

Bereits nach wenigen Minuten im Park waren wir total Baff wie viele Antilopen, ("Zauberrehe" laut Mathilda), Elefanten, Giraffen und Zebras wir hautnah neben uns erspähen konnten.

Zauberrehe ?



Eine Elefantenfamilie wollte vor uns die Straße überqueren






Gnus


Susan hatte die Hoffnung irgendwann mal Flusspferde im Laufe der Zeit im Park zu sehen. Warum genau Hippos ? Keine Ahnung, ich glaube wir finden diese riesigen Tiere mit den kleinen Wackelöhrchen einfach interessant. Beim überqueren einer Brücke mitten im Park sahen wir zu unserer großen Freude sogar 2 Flusspferde und konnten unser Glück kaum fassen.



Voller spannender Eindrücke kamen wir am Abend wieder in der Lodge an und waren die einzigen Gäste zum Abendessen. Wir holten uns noch ein paar Tipps für Routen der Folgetage ab. Wir bemerkten, dass wir alle leicht platt aufgrund der vergangenen Tage waren und hatten auch aufgrund von Moskitos nicht die besten Nächte. Folglich schliefen wir am Folgetag aus. Mathilda und ich planschten noch eine Runde im Pool mit Blick über das Reservat und erst gegen frühen Mittag brachen wir die Zelte in der Lodge ab.



Die morgendliche Poolrunde im Reservat


Tägliche Routenplanung


In der Folgenacht wollten wir im Camp namens "Berg en dal" eher rustikal übernachten. Nach einem weiteren ereignisreichen Tag kamen wir spätabends im Camp an. Die Zimmer hatten den Charme eines durch die FDGB organisierten Feriencamps und waren mega spartanisch eingerichtet. Hey ITS ALL PART OF THE EXPERIENCE dachten wir uns und machten im Camp, von hohen Elektrozäunen umgebenen, noch einen kleinen Spaziergang zum Wasserloch. 


Ein typisches Haus im Camp


Das Haus von innen

Am Wasserloch sahen wir nochmals in der Distanz eine Flusspferdmama und ein glückliches Flusspferdbaby (also ein "Happy Hippo" im Prinzip, sorry der Flachwitz musste sein). 




Kalt lief es uns den Rücken runter, als wir dann kurz danach sehr lautes Löwengebrüll aus der Distanz hörten. Susan und ich schauten uns an, wir wussten beide ohne es aussprechen zu müssen, dass wir Tilda nicht erklären würden, dass dies ein Löwe, vermutlich direkt hinter dem Elektrozaun, war.

Wir machten uns bettfertig. Vom Badezimmer aus hörte ich wieder sehr lautes Löwengebrüll. Ich kam zurück ins Schlaf-, Wohn,- Ess-, FDGB-Zimmer, Susan hatte die Toniebox von Mathilda lauter gedreht um das Gebrüll zu überspielen. Endlich mal Elsa von Frozen und keine Bibi Blocksberg dachte ich mir. In der Ecke des Zimmers kroch eine recht große Echse umher. Die Klimaanlage war eher eine Luftumwirbelungsanlage aus den 70ern. Ab und zu fiel mal der Strom aus. Kein Strom, Elektrozaun als Schutz, Löwengebrüll.... diese Kombination fanden wir unterdurchschnittlich toll. Wir hatten folglich keine sonderliche tolle Nacht.

Wie passend war es, dass wir uns sowieso vorgenommen hatten um 6 im Auto zu sitzen. Warum so früh ? Die Tore der Camps im Park selbst öffnen gegen 5:30. Wenn man bei Sonnenaufgang unterwegs ist, hat man eine höhere Chance die eher nachtaktiven Tiere zu sehen (Hyänen, Löwen etc). Wir schluckten also die bittere morgendliche Pille und fuhren im Nippon-Allradler los. Zunächst versperrte uns ein Elefant für locker 20 Minuten die Hauptstraße, da er auf selbiger gerade frühstückte. Im Nationalpark haben Tiere IMMER Recht und folglich warteten wir eben...


Der Frühstückselefant - am Ende des Videos hört man auch gut, wie wir die Flucht nach hinten antraten

Ich muss zugeben, ich hatte vor allem Lust die großen Wildkatzen mal live zu sehen. Jetzt waren wir bereits am letzten Tag der Safari angekommen und wir hatten noch keine Leoparden, Geparden oder Löwen gesehen. Wir fuhren bewusst Strecken ab, die von Löwen oft durchquert werden. Nach 2 Stunden Fahrt winkte uns ein entgegen kommendes Auto heran. "Fahrt hier die Straße weiter, an der Kreuzung biegt rechts ab, dort sind LÖWEN!!!". Es gehört scheinbar zum guten Ton im Park, dass wenn man seltene Tiere sieht, man anderen gerne Bescheid gibt. Tolle Sache.

Wir fuhren den Weg weiter, eine Kreuzung wollte einfach nicht kommen. Nach 20 Minuten Fahrt auf einem bergigen Feldweg kamen wir an besagter Kreuzung an. Der Toyota bog mit dem Wendekreis der AIDA um die Kurve und wir fuhren weiter. Auf einer kleinen Kuppe sahen wir eine Giraffe neben der Straße, welche gebangt und angespannt in das Tal schaute. Wir dachten uns nichts dabei und 100 Meter weiter schrie Susan plötzlich "LÖWEN" - ich bemerkte gar nicht wie 30cm neben der Straße und somit ganz knapp neben dem Toyota eine Löwin lag, die ich nahezu überfahren hätte. Sie schaute mich nörgelnd an (also die Löwin, nicht Susan) und begab sich dann einen halben Meter weiter weg wieder in ihre Beobachtungsposition.

Ein Rudel aus 4 Löwinnen und einem Löwen saßen direkt neben dem Feldweg und beobachteten die Giraffe. Scheinbar warteten sie auf den richtigen Moment zum Angriff.

Die Löwinnen

Der Löwe überlies den Damen die Arbeit und ruhte sich im Dickicht daneben aus

Es war wirklich unglaublich diese beeindruckenden Tiere live und in Farbe zu sehen. Wir verweilten für eine halbe Stunde. An der Patt-Situation der Löwen und der Giraffe änderte sich nichts. in regelmäßigen Abständen prüfte ich ob alle Türen verschlossen - und die Fenster oben waren. Irgendwie fühlt man sich ja dennoch ein wenig unsicher.

Auf der Weiterfahrt nach 1-2 Kilometern winkte uns wild gestikulierend eine ältere Dame heran. Sie war mit ihrem recht kleinen Mietwagen in einer Bodenwelle aufgesetzt und konnte sich nicht mehr selbst befreien. Sie fragte ob, ich sie kurz rausziehen könne. Wir hatten jedoch kein Seil oder ähnliches mit und vor allen Dingen hatte ich mal gar keinen Bock irgendwo neben den Löwen auszusteigen. Wir boten der ältere Dame aus Johannesburg mit französischen Wurzeln an, sie mit ins nächste Camp zu nehmen, sodass sie sich dort Hilfe holen konnte. Gemacht getan, 2 Euro für unser Karma-Schweinchen. Bibi Blocksberg ist nun auch in elitären französischen Kreisen Johannesburgs bekannt.

Wir fuhren noch für ein paar Stunden im Park umher. Sahen noch zahlreiche Tiere (Impalas, Weißkopfadler, Aasgeier, Warzenschweine) und traten dann die halbe Strecke Richtung Johannesburg an.


Pumba


Die Zeit im Nationalpark war phantastisch, anstrengend und deutlich aufregender als wir es uns vorgestellt hatten. Mathilda war sehr aufmerksam und wenn sie es mal nicht sein konnte, dann hatte Susan immer ein Entertainmentprogramm in der Hinterhand oder Mathilda schlummerte schlichtweg auf der Rückbank. Fairerweise muss man sagen, dass wir in den 3 Tagen nur maximal 10% des Parks sehen konnten. Jedoch haben wir einen ersten tollen Eindruck gewonnen und können uns sicher vorstellen nochmals auf Safari zu gehen.


Ein mal Landadel und wieder zurück - Das Gooderson Kloppenheim Hotel


Die 5 stündige Fahrt nach Johannesburg teilten wir, wie beschrieben, in 2 Hälften und buchten uns eine Nacht in einem Hotel ein wenig ab vom Schuss ein. Ich hatte ehrlich gesagt nicht viel recherchiert - das Hotel sah landschaftlich phantastisch aus, hatte solide Bewertungen, lag auf der Hälfte der Strecke und hatte einen Pool (für Tilda immer gut). Es war mit 80 Euro auch annehmbar bepreist.

Als wir von der Südafrikanischen Autobahn abfuhren wuchs die Vorfreude. Weit entfernt, auf der Spitze eines Berges konnten wir unser Hotel, nein unseren Landsitz, bereits erkennen. Wir fuhren 20 Minuten nur bergauf durch Wiesen, vorbei an Seen und über Serpentinen bis wir im an der "Rezeption" angekommen waren. Der Ausblick war der absolute Kracher, das Anwesen versprühte den Charme eines britischen Landadel-Sitzes gemixt mit Django Uchained-Flair auf einer neuen Version der "Dallas"-Ranch. 

Das Anwesen bestand aus diversen Chalets rund um mehrere Seen, hatte seinen eigenen Golfplatz, Tenniscourts, Fliegenfischsee, Pub, Bibliothek und Hochzeitshaus. Auch hier waren wir die ersten Gäste, die hier an besagtem Tag eingecheckt haben. Beim Check in wurde uns gesagt, dass es aktuell keinen Strom gab. OK! Man wusste auch nicht, ob der Strom noch mal zurückkommen würde am gleichen Tag. hmmm... uncool mit Kleinkind, aber ok. Man sagte uns, dass wir auch in ein anderes, Chalet ziehen könnten. Dies wäre mit einem Generator verbunden und man hätte abends noch ein bisschen Strom.



Das Anwesen


Unser eigentlich gebuchtes Haus







Die Bibliothek/Bar




Die Rezeptionshalle


Wir bekamen unseren Schlüssel. Da unser Chalet, nein unser Haus, so weit weg von der Rezeption lag mussten wir, mit dem Auto 5 Minuten über das Anwesen fahren, um es zu erreichen. Das Haus würden wir genau so kaufen. Mitten im Grünen, toller Ausblick über das Tal. 2 Schlafzimmer, 2 Bäder. Küche, Terrasse, Carport alles da. Nur eben kein Strom. Ach und die Terassentür konnte man nicht verschließen. Egal, wir packten unsere Klamotten aus.

Es wurde langsam etwas düster und es klopfte an der Tür. Ein Mitarbeiter übergab uns 2 große Taschenlampen für die Nacht. Die Hoffnung auf die Rückkehr des Stroms war wohl recht gering. Susan und ich einigten uns, dass wir in das Generator-Haus wechseln wollten. Mit Mathilda ist das dann doch etwas einfacherer und sicherer. Wir packten unsere Klamotten wieder ein. Fuhren 5 Minuten zur Rezeption und erhielten einen neuen Schlüssel. Erst jetzt sagte man uns, dass das neue Haus nur ein Schlafzimer habe - und man kein weiteres Bett reinstellen könnte - nur ein Babybett. Mathilda hatte natürlich wenig Bock darauf wie ein kleines "Baby" zu schlafen. Es lief also auf Kind im Ehebett hinaus. Dafür Strom, man nimmt, was man kriegen kann.

Wir gönnten uns einen Drink an der Bar und aßen eine Kleinigkeit im Restaurant. Der Generator war mittlerweile gestartet worden. Danach bezogen wir unser neues Haus. Es war wirklich signifikant kleiner. Ja, die Nacht war unruhig da sich Mathilda wie ein Glühwürmchen ständig drehte. Aber jetzt mal ganz ehrlich - in so einem krassen Hotel mit dem Ausblick sind das nun wirklich Probleme mit denen man leben kann. Wir stiefelten am nächsten Morgen zum Frühstück. Die Sonne schien, der Ausblick war über Nacht nicht schlechter geworden. Susan und ich bestellten á la carte. Mathilda wollte nur 2 hart gekochte Eier. Warum auch immer - aber Mathilda liebt hart gekochte Eier und hat eine seltsame Obsession mit Ihnen. Susans und mein Essen kam, Mathildas Eier jedoch noch nicht. Mathilda wurde unzufriedener. Ich erinnerte die Servicekraft nochmals freundlich an die Eier - ich meine es ist nicht so als würden hier 400 Gäste sitzen, oder ?

Nach weiteren 15 Minuten kamen die Eier endlich. Mathilda und Susan waren bereits gegangen, da sie auf Toilette musste. Ich packte die Eier ein und ging auch - der Servicekraft mit Dorie -Syndrom war das sichtlich unangenehm.

An dieser Stelle hätte ich in Deutschland oder allgemein der westlichen Welt wohl ein richtiges Fass aufgemacht:

- Kein Strom
- schlechte Kommunikation der Rezeption
- Downgrade in ein kleineres Zimmer/Haus
- Ein Haus, welches sich nicht verschließen lässt
- Inkompetenz der Bedienung

Aber wir waren in Südafrika. Man muss die Imperfektion lieben. Wir waren weiterhin in einem landschaftlich unsagbar schönen Anwesen. Die Angestellten geben in Ihrem Rahmen mit Sicherheit das allerbeste und sind superfreundlich. Nein danke, wir nehmen lieber die tollen Erinnerungen an den Ausblick mit, teilen die Geschichte hier im Reisetagebuch und müssen sicher in ein paar Wochen darüber schmunzeln. Würden wir das Hotel empfehlen ? Definitiv, wenn man sich mal wie der Duke von Südafrika fühlen möchte.

Johannesburg und der Rückflug

Nach dem oben beschriebenen Frühstück packten wir unsere Sachen und fuhren die letzten 2,5 Stunden nach Johannesburg. Johannesburg ist mitten im Land, hat 5,6 Millionen Einwohner und ist vor allem aufgrund seiner Vorräte an Bodenschätzen eine sehr schnell wachsense Stadt. Leider hat Johannesburg auch deutlich mehr mit Kriminalität zu kämpfen und ist weniger touristenfreundlich.

Folglich buchten wir uns ein gutes Hotel inmitten des sicheren und modernen Bankenviertels "Rosebank". Wir checkten in das Hotel ein, ich gab den Mietwagen zurück. Nach einem Familienennickerchen gingen Mathilda und Susan in ein "Museum der Illusionen" und ich holte ein wenig meinen Arbeitsrückstand auf.














Abends machten wir in bester Manier einfach einen ganz relaxten Filmabend und bestellten uns ein paar Snacks aufs Zimmer. Den großen Hunger hatten wir bereits in der hoteleigenen Business-Lounge gestillt.

Am Folgetag stand unsere Rückreise an. Blöderweise gab es nur noch Business-Class Sitze für Meilen auf dem ganz späten Flug von Swiss Airlines um 23:50. So ein später Abflug ist natürlich toll, wenn man noch den vollen Tag genießen will - es wird jedoch herausfordernd wenn man mit einer 3-jährigen reist und um 12 bereits aus dem Hotelzimmer muss. Wir packten unsere Koffer ganz in Ruhe am morgen und gaben sie im Hotel zur Aufbewahrung ab. Genau wie in Kapstadt buchten wir eine Hop on - Hop off Tour in einem roten Doppeldeckerbus. Wir interpretierten die Tour eher als "Hop-on und bleib on bis zur Endstation-Tour". Sprich, wir fuhren in der oberen Etage sitzend knapp 2,5 Stunden durch Johannesburg, lauschten den Erklärungen des Informationssystems an Board des Busses und lernten somit Johannesburg wenigstens ein bisschen kennen. Nach einem kleinen Mittagsessen machte Mathilda ein Nickerchen im Kinderwagen und Susan und ich konnten noch ein wenig für die Familie und Freunde Souvenirs shoppen gehen. Ich deckte mich vor allem mit diesen unfassbar tollen Sportsocken ein. Wenn meine Gegner jetzt nicht vor Ehrfurcht vor mir am Tischtennistisch erstarren, weiß ich auch nicht mehr:




Der Tag zog sich ein wenig wie Kaugummi. Gegen 17:30 beschlossen wir bereits Richtung Flughafen aufzubrechen. Wir bestellten ein extra großes Uber, da wir mittlerweile wirklich viel Gepäck hatten.


Wir fuhren 45 Minuten durch den Stau zum Flughafen. Es regnete, es schien fast so als würde Südafrika ein wenig traurig sein, dass wir es verlassen würden. Ehrlich gesagt, waren wir es auch.

Am Flughafen angekommen, zeigte sich wieder das authentische Südafrika: Chaotisch, Charmant, unorganisiert, pragmatisch und ohne Strom. Stromausfall am Flughafen. Auch nicht schlecht.

Ein bisschen Hoffnung hatte ich, dass wenn ich den Simba-Move mit Mathilda zelebrieren würde, wir kostenlos auf einen früheren Flug nach München oder Frankfurt umgebucht würden können. Wir gingen in der Dunkelheit durch den Flughafen zum Swiss/Lufthansa Schalter. Gleiches Spiel wie immer - wir sahen alle 3 aus wie eine Familie aus dem Rieth - man wollte uns erst nicht zum Business Class Schalter durchlassen. Wir zeigten unsere Tickets doch die Dame sagte recht unfreundlich: "Sie sind zu früh, sie können erst in 2 Stunden für ihren Flug einchecken"

Ungünstig, Mathilda in der Stromausfalldunkelheit einfach mal so 2 Stunden zu bespaßen würde herausfordernd werden. Die Dame war auch leider Vorstandsvorsitzender im Verein für kinderunfreundliche Single-Frauen. Sie beeindruckte es gar nicht, dass wir mit Kleinkind unterwegs waren. Jetzt musste ich den nächsten Joker ziehen: Meinen Vielfliegerstatus. Ich fragte die gute Frau freundlich, ob sie denn die Eincheckregeln der Star Alliance kennen würde. Sie erwiderte diese seien ihr bewusst, sie würden aber in Johannesburg nicht gelten.

Ich fragte freundlich nach ihrem Vorgesetzten, eine weitere Dame erschien. Ich fragte ob es stimmen würde, dass von allen Flughäfen auf der Welt es lediglich in Johannesburg nicht für Lufthansa Senatoren möglich wäre, früher einzuchecken und präferiert behandelt zu werden. Eigentlich hasse ich so ein Gefasel, aber mit Tilda im Gepäck ist es etwas anderes. Die junge Dame stimmte mir zu, wir durften unser Gepäck einchecken.

Es war leider aufgrund eines Systemfehlers nicht möglich uns auf einen früheren Flug umzubuchen. SYSTEMFEHLER? Ach...ich hatte keine Lust mehr mich zu streiten. Da einer unserer Koffer signifikantes Übergewicht hatte, wandte ich den guten alten Gepäck-nur-teilweise-auf-die-Waage-Trick an. Der "Bauch" des Koffers lag noch solide auf dem Rahmen des Gepäckbandes. Aus 29 Kilo wurden 23. Wir mussten nix draufzahlen. Nicht nur einen buschigen Schwanz musst du haben, sondern Fuchs musst du sein.

Unsere kreative Wiegemaßnahme in Johannesburg am Check in Schalter



Um noch Plätze nebeneinander zu bekommen mussten wir noch darum bitten, dass andere Gäste umgesetzt werden würden. Hier seht ihr Mathilda und Susan im "Simba Move" live um genau das anzufragen:





Da Stromausfall war, lief das Gepäckband auch nicht. Wir mussten die Gepäckstücke also alle labeln, aber dann neben das Band stellen. Hier standen bereits extrem viele Gepäckstücke. Keine Ahnung, wer hier noch den Überblick behielt. Uns war es egal, es ist eben Afrika. Es wird schon gut gehen, wir konnten Richtung Lounge aufbrechen.


Unser Gepäck irgendwo neben dem Schalter in einem der Gänge

In der Lounge hatten wir nun noch locker 4 Stunden zu überbrücken bis zum Boarding. Nach einem kleinen Snack und Cocktail gingen Mathilda und Susan nochmals Souvenirs shoppen. Da wir Mathilda leider nicht den Wunsch erfüllen konnten eine Hyäne live im Nationalpark gesehen zu haben, kauften wir ihr wenigstens eine Variante, die wir mit nach Hause nehmen konnten.

Die Wildhund-Hyäne

Die Lounge wurde später immer leerer, unsere Akkus auch. Zum Glück durften wir dann gegen 23 Uhr in das Flugzeug einsteigen. Wir hoben pünktlich ab. Nach einem kurzen Snack pennten wir 3 alle ein. Mathilda und ich schliefen von den 12 Stunden Flugzeit 10 Stunden tief und fest.



Mathilda und Susan machen sich mit dem Sitz vor dem Start vertraut.

Kurz vor der Landung in Zürich gab es noch eine heiße Schokolade für Mathilda. Wir landeten überpünktlich.













Kurzer Zwischenstopp in Zürich vor dem Weiterflug nach Frankfurt



Wir flogen nach Frankfurt weiter, wo wir gegen Mittag landeten und gleich einen Temperaturschock bekamen. Wir mussten vom Flugzeug aus zu einem Bus laufen und unsere südafrikanischen Astralkörper erfroren fast. Der ICE fuhr unüblicher weise pünktlich. Marcel holte uns wieder ab. Wir waren wieder zu Hause.

Unser Fazit - Unser erstes Abenteuer zu dritt

Susan und ich sind beide schon recht viel gereist. Jedoch glauben wir beide, das dieser Urlaub der insgesamt schönste bisher für uns war. Die Begeisterung bei Erlebnissen im Urlaub nochmals durch die Augen des eigenen Kinders zu erleben ist etwas besonderes. Wir denken, wir haben für unsere Familie einen guten Mittelweg gefunden. Zwischen Abenteuer und Entspannung, zwischen Tempo und austrudeln lassen. Wir hoffen, dass Mathilda nicht nur zahlreiche Erinnerungen mitnehmen konnte, sondern wir langsam in ihr das Verständnis und das Interesse wecken für andere, uns fremde Kulturen und Regionen auf der Welt. 

Südafrika ist ein Land mit großen Herausforderungen, aber die Südafrikaner haben ein mindestens ebenso großes Herz. Dies Region der Erde ist ebenso facettenreich wie komplex und wir konnten natürlich nur an der Oberfläche kratzen. Was dort aber zum Vorschein kam, hat uns sehr gefallen.

Wir sind ein ziemlich gutes Dreiergespann wie sich mittlerweile rausstellt. Susan ist ein tolles Organisationstalent, schafft es immer wieder, dass Mathilda sich auch in der Fremde ein bisschen zu Hause fühlt und zeigt uns dennoch ständig wie sehr man die Erlebnisse um uns herum genießen kann. Sie schafft es 29 Kilo Klamotten in einen handelsüblichen Koffer zu falten - sie sollte Origamicoach werden. Mathilda ist mittlerweile wenn es um das Reisen geht einfach ein alter Hase geworden. Sie rennt als erster in das Flugzeug oder Hotel hinein. Sie springt als erste auf dem Hotelbett herum oder klettert schnurstracks auf den höchsten Stein auf dem Tafelberg. Das macht das Reisen mit ihr einfach und ihr dabei zuzuschauen macht uns allein schon happy. Ja und ich bastele eben gerne solche Reisen für uns zusammen. Reisen auf denen mir die beiden Mädels folgen und nahezu blind vertrauen, dass das schon gut wird.

Uns ist bewusst, dass solche Reisen für viele nicht finanziell machbar sind oder eben einfach zu abenteuerlich, gerade mit kleinen Kindern. Genau deshalb wünschen wir uns, dass wir es vielleicht geschafft haben, euch als Leser, mit unserem Reisetagebuch ein kleines bisschen mit nach Südafrika genommen zu haben. Vielleicht haben wir es geschafft euch ab und zu ein Schmunzeln ins Gesicht zu zaubern oder eure Reiselust geweckt zu haben.

Vielen Dank für das Lesen und die zahlreichen digitalen Interaktionen mit uns. Im Moment als wir diese Zeilen verfassen wurde das Tagebuch bereits unglaubliche 6.500 mal aufgerufen. Das motiviert uns natürlich, euch auch auf unsere nächste Reise mitzunehmen.

Wir werden weitere Abenteuer erleben.

Mathilda, Susan und Peter











Montag, 3. Februar 2025

Geschichten von Handankern, Möchtegernlöwen und Paraglidern - unsere Zeit in Kapstadt TEIL II

 Ciao Kakao Kapstadt!

Mittlerweile ist unsere Karavane Richtung Krüger Nationalpark weitergezogen, Simba hatte Durscht.

Nein Stopp, wir haben mit Mathilda vor ein paar Tagen den König der Löwen geguckt. Ich soll ausrichten, dass sie nun "Nala" genannt werden möchte. 

Im letzten Update hatten wir berichtet, dass Kapstadt für uns vor allem aufgrund von 4 verschiedenen Dingen besonders ist:


1) Die Menschen

2) Das Essen

3) Die Natur

4) Der digitale Fortschritt des Landes


Die ersten 2 hatten wir schon abgefrühstückt, nun kommen die anderen beiden dran.


3) Die Natur der Region Kapstadt - Wenn Neuseeland und Barcelona ein Kind zeugen

Ja, richtig gelesen, so würden wir ungefähr die Natur der Region zusammenfassen. Unwirklich schöne, grüne Landschaften und Gebirge vermischen sich hier mit einem wunderbaren mediterranen Charme und allerbestem sommerlichen Wetter. 

Jeder hat bereits im Internet oder TV tolle Bilder aus Kapstadt gesehen. Der majestätische Tafelberg, die Klippen des Chapmans Peak, das tolle grüne Hinterland. Glaubt uns, wenn wir sagen, dass wir uns auch nach 2 Wochen in Kapstadt noch nicht satt gesehen haben. Wir haben Dauerschürfwunden am Kinn, weil unser Unterkiefer so regelmäßig in den Südafrikanischen Boden eingerastet ist, aufgrund der unfassbar tollen Ausblicke hier.

Ein paar wenige Bilder wollen wir gerne mit euch teilen:


Boulders Beach

Lions Head


Der Tafelberg von unten

Camps Bay





Muizenberg



Wir hatten ein AirBnB mit Blick Tafelberg und Meer gebucht. Jeden Morgen wurden wir, mit diesem Ausblick von der Sonne geweckt. Auch zum arbeiten schafft Kapstadt eine ganz nette Atmosphäre 😅


Mein Büro in unserer Wohnung

Ausblick von unserem Pool


Abends schauten wir, wie beschrieben, den König der Löwen mit Mathilda. Der Kultfilm meiner und Susans Kindheit - direkt in Afrika schauend, mit Blick von der Couch auf den Tafelberg und die Wolken, die darüberhinweg zogen - kitschiger geht es wohl kaum. Ich hatte zumindest das Gefühl, dass Leben an genau diesem Punkt ein mal durchgespielt zu haben beim Blick rüber zu meinem beiden Damen.

Eine sehr bekannte Mautstraße auf dem Weg von Kapstadt zum Kap der guten Hoffnung ist der Chapmans peak drive. Ihr müsst euch diese Straße so vorstellen, dass man in die abgefahrenste Klippe über dem Atlantik mitten in den Felsen einfach mal so eine Straße reingemeißelt hat. Die Straße schlängelt sich dann an mehreren Buchten entlang der Küste.









Hermann the Paragliding German


Es war am 21.12.2024. Wie immer als herausragender Ehemann, hatte ich mir noch keine Gedanken um das Weihnachtsgeschenk für Susan gemacht. In irgendeinem Youtube-Inluencer Highlightsvideo flog ein Tourist mit einem erfahrenen Paraglider von einem Berg bei Kapstadt quer über die Stadt bis zum Meer.

Das ist gefährlich, das ist aufregend, das ist toll, das ist was für Susan dachte ich mir. Gesagt getan, bei Amazon wurde mit Hochdruck eine Fallschirm-Aufklappkarte bestellt. Happy Wife, Happy Life.

2 Monate vorgespult saßen wir nun auf besagtem Berg, dem Signal Hill. Wir 3 waren am Vormittag eigentlich zum Flug angemeldet doch die Winde waren ungünstig gewesen und der Flug wurde storniert. Wir entschlossen auf den Tafelberg mit einer Seilbahn hochzufahren um dort ein wenig umherzuwandern.

Auf dem Tafelerg-Plateau


                    


Ich bekam eine Nachricht, dass wir es am Nachmittags nochmals versuchen könnten mit dem Fliegen. Der Wind hatte leicht gedreht. Wir fuhren also den Tafelberg hinunter, auf der anderen Talseite auf den Signal Hill wieder hoch. Es war im Prinzip wie eine Toyota-Corolla-Berg-und-Talbahn. Wir parkten am Rand des Absprunghügels - es waren bereits einige andere Profi-Springer und Amateure da. Ich hatte per WhatsApp die Nachricht bekommen, dass wir nach "Hermann" Ausschau halten sollte. Ich fragte einen der Springer, wo eben dieser Mensch sein sollte und er verwies mich an einen ca. 2 Meter großen, etwa 50 jährigen südafrikanischer Berg eines Mannes. Hermann paraglided mit Touristen seit 25 Jahren. Seine Hände hatten die Größe von Gullideckeln. Insgeheim dachte ich mir, er könne bestimmt auch ohne Fallschirm paragliden, in dem er einfach wie eine Ballerina bei der Pirouette die Hände flach über dem Kopf zusammenbringen würde. Hermann würde Susans Absprungpartner werden. Fand ich gut- deutscher Name, solider Typ, los geht´s.

Die Sicherheitsunterweisung war nicht etwa ein 2-stündiger Kurs über Flugkurven und Start und Landung. Nein, als Susan dran war klimperte man ihr in 30 Sekunden das Fluggeschirr an, hakte sie bei Hermann ein. Dieser sagte: "Wenn ich los sage, dann rennst du. Du rennst bist du nicht mehr rennen kannst weil deine Beine in der Luft sind. Selbst dann rennst du noch 2 Schritte weiter". Okay dachte sich Susan - und für die Landung ? Hermann versicherte ihr lächelnd: "Ich werde dich so sanft absetzen wie einen Schmetterling". Flirten kann er, der Hermann - Hoffentlich auch Paragliden.

Wir gaben Susan einen Abschiedskuss - dann saßen Mathilda und ich auf dem Berg und beobachteten Susans Start



Susans Start




Susans Flug



Susan im Flug



Susan hat den Flug, so wie ich mir erhofft habe sehr genossen. Sie war wohl so entspannt während des Flugs, dass Hermann sie gerne als weiblichen Sprunglehrer in Kapstadt gewonnen hätte. Doch Susan ist eben auch eine ziemlich gute Logopädin in Erfurt - Maybe next time, Hermann !


Möchtegernlöwen


An einem unserer letzten Tage waren wir zum Glotzen an der VA Waterfront. Das ist eine sehr teure, Luxusgegend direkt am Meer mit Geschäften, in denen sich die meisten von uns nicht mal ein paar Socken leisten könnten. Eingebettet in die Waterfront sind aber auch ein tolles Aquarium für Kinder, interessante Spielplätze und es gibt viele wirklich viele kleine lokale Handarbeitsbetriebe und Geschäfte. Hinter besagtem Aquarium, aus dem absoluten Nichts entdeckten wir eine Gruppe Seelöwen, die im Hafen lebten und sich auf einer Plattform zum Sonnen ausruhten. Für uns 3 waren das die ersten "frei" lebenden Seelöwen, die wir je gesehen hatten. Sie schwammen wie Synchronschwimmer umher, chillten in alten Traktorreifen oder schrien sich in ihrer seltsamen Stimme gegenseitig an. Mathilda beobachtete das Schauspiel für eine gewisse Zeit und stellte final fest: "Die Seelöwen, die tun ja nur so als wären die Löwen. Die sind ja gar keine echten Löwen". Unser Kind, ein richtiger Fuchs ! 😅





Die Seelöwen an der Waterfront



4) Das Zusammenleben und Technologie in Kapstadt - Digitalisierung weil...weil...weil man es eben will.

Ich gebe zu, der nächste Abschnitt wird etwas "nerdig" wie man Neudeutsch wohl sagen würde.

Ich beschäftige mich beruflich viel mit der Digitalisierung und Automatisierung von Prozessen und mir ist einiges spannendes in Kapstadt aufgefallen. Zunächst wird es sicher für einige überraschend sein, dass uns in vielen Dingen der Digitalisierung Südafrika überlegen ist. Das Land hat scheinbar einfach von absoluter Armut und Rassentrennung kommend einige Stufen der Entwicklung übersprungen und einen interessanten Mix des Zusammenlebens gefunden. Dabei gab es jedoch weiterhin so viele, teils lustige Imperfektionen, die wir gerne an ein paar Beispielen mit euch teilen wollen.


1) Das dicke Hosentaschen-Syndrom existiert nicht


Kennt ihr das, wenn euer Geldbeutel mal wieder aufgrund des Kleingelds extrem voluminös ist ? Wenn euer Schlüsselbund mal wieder die Größe eines Thüringer Sonntagskloß angenommen hat ? Nach 3 Tagen in Südafrika ist mir aufgefallen, dass ich lediglich ausgestattet durch mein Telefon unterwegs sein kann. Wieso ? Südafrika ist radikal den Weg hin zu "cashless" also Bargeldlos gegangen. Während in Deutschland Schilder stehen mit "keine Kartenzahlung" steht in Kapstadt "No cash accepted".Bargeld ist vollkommen unnötig - selbst das Trinkgeld kann man per Kartenterminal bezahlen. IMMER und ÜBERALL - selbst auf dem Flohmarkt um die Ecke. Die Kreditkarte kann man sich einfach ins Handy laden - das Iphone ist eh immer dabei.

Unser Hotelzimmer in Kapstadt konnte man per Handy-App öffnen. Unser AirBnB betraten wir Gesichtserkennung und unsere Tiefgarage per Fingerabdruck. Moderne Autos werden auch alle per Handy entsperrt. Wenn man es auf die Spitze treibt benötigt man also nicht mal einen Schlüssel.

Ich finde das ist ein riesen Mehrwert wenn die Handtaschen der Damen und die Hosentaschen der Männer signifikant leichter sind. Zudem müssen wir ehrlich sein: Die Kriminalitätsrate ist in Südafrika einfach hoch. Wir sind hier als weiße Touristen inmitten des Beuteschemas. Wir haben uns niemals unsicher gefühlt, wenn man einfache Regeln befolgt. Hier hat es zusätzlich natürlich geholfen nur "bewaffnet" mit dem Handy unterwegs zu sein und nie großartig Schmuck, Geldbeutel oder Autoschlüssel bei sich tragen zu müssen. Den Toyota Corolla hätte aber eh niemand vom Fleck bewegt bekommen. Ich habe weiterhin immer schön fleißig die Hand-Fuß-Bremse angezogen bei jedem Stopp 😅.

2) Gerd Müller und sein digitaler Quesadilla


Wenn wir in Deutschland etwas Digitalisieren wollen, dann oft mit dem Hintergrund, dass wir Geld einsparen wollen. Das ist sicher auch in Südafrika so, jedoch hat man auch den Nutzer an sich mehr im Fokus - vermutlich weil Südafrika so ein extrem diverses Land mit unterschiedlichsten Sprachen, Bildungslevel und Kulturen ist, war eine Vereinfachung von Prozessen des täglichen Lebend nötig.

Jetzt muss man festhalten, dass der Mindestlohn in Südafrika (laut meiner schlechten Internetrecherche) um die 1,50 Euro liegt. Es herrscht also eine große Lücke zwischen arm und reich - Personal ist im Service sehr günstig und dementsprechend auch zahlreich vertreten.  Etwas amüsantes ist mit in der Canal Walk Mall passiert:

Wir 3 waren ein wenig shoppen, unter anderem brauchten wir einen Kindersitz für Mathilda für die Mietwagen und UBER-Fahrten. Wir bekamen Hunger und gingen zum Foodcourt. Susan und Mathilda holten sich etwas mit Hühnchen bei einer Fast-Food-Kette. Ich schlich noch ein wenig umher und erkannte ein mexikanisches Restaurant, welches unter anderem Tacos, Quesadillas und Nachos servierte. Ich war der einzige in der Schlange und studierte das Menu. Jeder von euch kennt das sicherlich, gerade bei US-Fastfood-Ketten: der Bestellprozess ist oft sehr komplex, extrem viele Fragen werden einem gestellt. Man versteht den Anderen oft aufgrund des gegenseitigen Akzents nicht allzu toll- einfach frustrierend.

Ich wollte einen Quesadilla bestellen. Es stand ein junger Mann namens "Trey" hinter dem Tresen. Trey sprach feinstes Ghetto-Südafrkanisch-English - ich verstand fast nix. Neben ihm die "Essensvorbereiterin" und in der Küche dahinter waren noch locker 3-4 andere Mitarbeiter die Zutaten vorbereiteten (Fleisch, Bohnen etc). Der Laden war komplett leer. Mein Kapitalistenherz schmerzte aufgrund der Vielzahl an Personal.

Ich:" Ein Quesadilla bitte, ich bin aber zum ersten mal hier, du musst mir ein bisschen helfen

Trey:"Mach ich - welche Getreidesorte möchtest du" 

Trey drehte ein Tablet vor sich auf einer Halterung um und mein Quesadilla wurde digital zum Leben erweckt. Neben der mexikanischen Teigware mit Käse schwebten 3 verschiedene Getreidesorten, welche ich nun antippen konnte. Eine wahnsinnig tolle, digitale, kundenfreundliche Lösung dachte ich mir.

Ich: "Ach das ist ja cool und idiotensicher" - ich tippte auf Mais als Gundlage des Tortilla

Trey: "Welchen Käse möchtest du" 

Ich: *Ich hatte keine Ahnung und wählte einfach das oberste Stückchen Käse auf dem Tablet aus* - Cheddar

Trey": Welche Gemüsebeilagen möchtest du" 
Peter: *Tippte alle Vorschläge auf dem Display an*

Hinter mir bildete sich nun langsam eine Schlange von 2 weiteren hungrigen Touristen - ich hatte scheinbar eine Bewegung pro mexikanischem Essens geschaffen

Trey:" Welche Art Fleisch möchtest du"
Jetzt wurde es grenzwertig - es schwebte eine Kuh und ein Schwein auf dem Bildschirm + ein Stück jämmerlich guckender Tofu
Peter: "Gib mir Rind bitte"

Trey: "Wie soll es gebraten sein"
Peter: *spielt wie an einer Art Drehscheibe herum bis die Kuh ein großes "Medium" Schuld über dem Kopf hat*

Trey": Möchtest du noch Pommes als Beilage"
Ich wurde langsam ungeduldig und noch hungriger
Peter: "Ja, normale Pommes, mit Ketchup"
Trey: "Gut, das erübrigt meine beiden Folgefragen  - eine letzte Frage hab ich noch: Bist du Mitglied in unserem Sammelprogramm Viva Mexico?
Peter: "Nein, ich will auch kein Mitglied werden, danke"
Trey: "Ok, wie heißt du "
Peter: "Willst du flirten oder was?"
Trey": Nein für die Abholung für die Bestellung"
Peter: "Mach die Bestellung auf Gerd Müller" - ein Name, den ich gerne als Decknamen verwende, weil er so unglaublich deutsch ist 😅 Zudem benötige ich regelmäßig 2 Schaltjahre um den Namen "Kretschmar" zu buchstabieren.

Ich bezahlte - natürlich per Handyapp.

Trey jedoch befolgte scheinbar die Arbeitsanweisungen perfekt und schrie meine Bestellung, für den gesamten Foodcourt zu hören nochmals komplett raus zur Bestätigung:

Ein Quesadilla, Maistortilla, Cheddar, Paprika, Zwiebel, Tomaten, Rindfleisch, Medium, Pommes, normal, Ketchup zum Hier-Essen auf den Namen Gerd Müller.

Trey ratterte die Bestellung in ungelogen 3,5 Sekunden herunter. Ich hatte kein Wort verstanden. Mir war das auch egal, ich nickte zustimmend. Zeig mir doch die fertige Bestellung auf dem Tablet einfach nochmals an du Guacamole-Günther murmelte ich still in mich hinein. Gerd Müller nahm auf der Ersatzbank platz und schaute dem weiteren Geschehen zu.




Die mexikanische Würfelbude - während ich auf meine Bestellung wartete

Jetzt würde man vermuten aufgrund der tollen Bestellung über das Tablet habe die Zubereitung habe bereits begonnen, da die Küche ja bereits digital sehen konnte, was sie zubereiten sollte und auch die "Essenszubereiterin" hätte ja bereits im vollen Schwung sein können.

Doch weit gefehlt. In einem Moment der völligen Verwunderung für mich drehte sich Trey Richtung den Mitarbeitern der Küche um und schrie meine Bestellung nochmals mit 45 Dezibel quer durch die mexikanische Würfelbude
 

QUESADILLA, MAIS, CHEDDAR, KOMPLETT; RIND, MEDIUM, POMMES, KETCHUP, HIER ESSEN FÜR GERD  !!!!

Dem deutschen Touristen, welcher hinter mir in der Schlange stand lief die Sprite bald aus der Nase heraus. Ich musste auch verwundert schmunzeln. Trey war der einzige mit einem Bildschirm in dem Laden... der Rest arbeite... ja eben auf Zuschrei.

Aus der Küche kam lediglich ein bestätigendes "KOMMT SOFORT" zurück. Ich hoffte insgeheim, dass die Küchenjungs ein Kurzzeitgedächtnis wie der durchschnittliche Harvard-Absolvent hatten und verweilte meiner Dinge.

Meine Bestellung nahm Formen an. Die Essenszubereiterin fügte noch die Pommes hinzu - alles schien fertig zu sein. Leider gab es keinen Bildschirm á la McDonalds auf dem man sehen konnte, ob die eigenen Nummer der nahrungstechnischen Glückseeligkeit bereits gezogen worden ist - ich musste also auf den Aufruf von Gerd Müller warten.

Die Dame hinter dem Thresen holte Luft und schrie auch wieder los "

QUESADILLA, MAIS, CHED....

Ich sprang auf, rannte ihr entgegen und sagte "ist gut ist gut, ich bin Gerd Müller, die ganze Südhalbkugel muss nicht wissen, was ich mir jetzt reinhauen werde, hier ist die Quittung."

Ein wenig enttäuscht schaute sie mich an und die anderen Touristen lachten sich ins Fäustchen. Ich hatte mein Essen, ich hatte einen "interessanten" Bestellprozess erlebt. VIVA MEXICO !


3) Digitalisierung, der Helfer des faulen Menschens

Bei unserer letzten kleinen Story laufen wir vermutlich Gefahr von jüngeren Leuten als "Boomer" bezeichnet zu werden. Aber wir haben eine App für uns wiederentdeckt, die wir in dieser Form noch nie genutzt haben:

Es war an einem Sonntagabend. Es war extrem krasser Wind in Kapstadt. So stark, dass wir in der 24. Etage uns nicht mehr auf den Balkon getraut haben. Das Leben in der Stadt kam auch nahezu zum erliegen. Was machen wir jetzt ? Es war der oben beschriebene Abend, an dem wir mit Mathilda König der Löwen schauen wollten. Ein Filmabend muss aber eigentlich auch zelebriert werden. Popcorn, Chips, Snacks, Süßigkeiten, coole Getränke - als Ausnahme gönnen wir uns einfach mal den ganzen ungesunden Müll.

Wie windig war es ? Schaut selbst:



Video von unserem Pool während des Sturms


In den Supermarkt zu gehen war keine Option, es war nahezu Orkan. In unserem AirBnB hatten wir keine Möglichkeit etwas zu kaufen. Es blieb also nur das Online bestellen um 20:30. In Kapstadt machen die meisten Supermärkte an Sonntagen 19 Uhr zu. Was nun ?

Ich erinnerte mich an die "Uber" app, die wir ständig zum Transport genutzt hatten. Diese hat auch eine Funktionalität namens "Uber Eats" - Essenbestellung. Hier fanden wir auch einen kleinen Supermarkt, der scheinbar noch zustellen würde. Ich vermutete astronomische Preise (Orkan, Sonntag, Abend) doch nein, die Preise für Chips, Eis, Popcorn und Getränke waren normale Supermarktpreise. Ok, dann muss doch die Zustellung bis zu uns ins Appartement teuer sein - Nein, inklusive Trinkgeld sollte die reine Zustellung halb durch die Stadt nur 1,50 Euro exklusive Trinkgeld kosten. Gut, dann muss das aber auch ewig dauern - weit gefehlt - geschätzte Ankunftszeit 20 Minuten nach Bestellung.

Wir bestellten, 18 Minuten später stand "Chidibiere" bei uns in der Eingangshalle und wartete auf mich. Ich zog die Adiletten an und fuhr hinunter. Chidibiere hatte die Tüte bereits bei der Rezeption abgestellt und war weitergedüst. Über die App gab ich ihm noch ein großzügiges Trinkgeld inklusive Sturmpauschale. Ich stellte fest, dass scheinbar das gesamte Haus diese Art der Lieferdienste extrem viel nutzt, da ständig an der Rezeption zig solche Tüten rumstanden.

Wir sprachen mit einem im Hochhaus langfristig Wohnenden der uns sagte, dass er seit Jahren nicht mehr in Persona einkaufen geht. Er sucht sich alles online aus und lässt sich liefern. Jetzt stellt euch mal vor ihr könntet das Chaos des Einkaufens am letzten Werktag vor Weihnachten oder nach einem langen Wochenende mit so einer App umgehen ? Folglich nutzten wir in unserer Zeit hier ständig die App, unser Essen kommt immer extrem schnell, günstig und total verlässlich ! In Deutschland gibt es glaube ich auch bereits Regionen in denen große Supermärkte zustellen, bei uns in Erfurt muss man leider die Ware, fertig kommissioniert, dennoch persönlich abholen. Hier können wir uns sicher von Südafrika eine Scheibe abschneiden, auch wenn man natürlich sagen muss, dass ab und zu durch den Supermarkt schlendern auch seinen Charme haben kann.


Kapstadt - Das Fazit

Das war unser Update aus Kapstadt. Wir hatten zugegeben ein wenig Respekt davor, 2 Wochen in einer Stadt mit einem Kleinkind mit genügend Aktivitäten zu füllen. Rückblickend haben wir wohl eher das Gefühl noch länger hätten bleiben können um noch tiefer in das Gewusel in der Region einzutauchen. Das Wetter, die Menschen, die Landschaft und das Essen, alles war traumhaft. Kapstadt, wir werden wiederkommen !

Nach Kapstadt ging es per Flug nach Mpumalanga im Kruger Nationalpark. 





Mathilda und ich im "Office" in der Lounge am Flughafen in Kapstadt kurz vor dem Abflug




Kurz vor der Landung in Mpumalanga




Im nächsten Update werden wir euch berichten, weswegen wir komplettes Naturschutzreservat inklusive Lodge komplett für uns hatten und weswegen ich fast eine Löwin überfahren habe.

Danach, geht es für uns über Johannesburg leider bereits nach Hause. 

Bis bald, Mathilda, Susan und Peter



Der Kruger Nationalpark und die Rückreise - Strom wird überbewertet

 In den letzten 4 Tagen waren wir im Kruger Nationalpark, dem wohl bekanntesten Park für Safaris auf der Erde mit einer Fläche von 2 Million...